Welche Erkrankungsformen gibt es?
Die große Mehrheit leidet unter der gewöhnlichen Schuppenflechte, der Psoriasis vulgaris. Charakteristisch für diese Form sind die roten, erhabenen Psoriasis-Plaques mit den sie bedeckenden groben, silbrig-glänzenden Schuppen.
Daneben gibt es weitere Formen, die manchmal auch nebeneinander auftreten oder ineinander übergehen können:
Psoriasis guttata: diese Form zeichnet sich aus durch punkt- oder tropfenförmige Psoriasisherde, die sich am ganzen Körper verteilen und meist nur leicht schuppen. Betroffen sind vorwiegend Kinder im Anschluss an einen Streptokokkeninfekt.
Psoriasis pustulosa: bei dieser Form bilden sich gelbliche, mit Eiter gefüllte Bläschen (Pusteln), in denen sich keine Krankheitserreger finden („sterile Pusteln“). Die Bläschen platzen nach einiger Zeit auf und bilden eine Kruste. Bei der Psroriasis pustulosa generalisata verteilen sich die Pusteln großflächig über die ganze Haut. Meistens besteht Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl.
Bei der Psoriasis pustulosa palmaris et plantaris bilden sich die eitrigen Bläschen an Fußsohlen und Handinnenflächen. Das Allgemeinbefinden ist oft nicht beeinträchtigt.
Psoriatische Erythrodermie: ist eine sehr seltene, aber schwere Verlaufsform. Sie entsteht durch Ausbreitung einer bereits bestehenden Psoriasis auf den ganzen Körper. Die gesamte Haut ist gerötet, die Schuppung kann feiner sein als sonst bei der Schuppenflechte üblich. Das Allgemeinbefinden ist stark beeinträchtigt, die Betroffenen leiden unter Fieber, quälendem Juckreiz, die Lymphknoten sind geschwollen.
Psoriasis inversa: Die „umgekehrte Psoriasis“ befällt anders als sonst üblich die Beugeseiten von Armen und Beinen.